Wettbewerb: insektenfreundliche Gärten in Schwerin

Aus Anlass unseres Wettbewerbs „Der insektenfreundliche Ort Schwerin“ erreichten uns zahlreiche Einsendungen, die über wunderbare und liebenswerte kleine und große Insektenoasen berichteten. Dafür auch an dieser Stelle ganz herzlichen Dank! Aus den Einsendungen haben wir fünf Insektenparadiese ausgewählt, die uns am besten gefielen.

Familie Auer

Familie Auer gibt der Natur Fläche zurück. Ein ehemaliger Stellplatz für PKW direkt am Haus wurde kurzerhand zu einer Blühfläche umgewandelt. Damit erfährt der farbenfrohe und blütenreiche Vorgarten der Auers eine schöne Bereicherung. Auch sonst sieht man am Haus von Familie Auer: hier wohnen Naturfreunde. Zahlreiche Nistkästen für Vögel und Nisthilfen für Insekten machen dieses Innenstadtgrundstück zu einem Ort der Artenvielfalt.

 

Kleingartenverein Schelfwerder e.V.

Auf der Website des Vereins wird behauptet: „Der Kleingartenverein Schelfwerder e.V. ist wohl eine der schönsten Anlagen in der Landeshauptstadt Schwerin.“ Und nach der Führung durch Familie Baeck können wir bestätigen, diese Aussage ist nicht übertrieben. Eingerahmt von herrlichem Buchenmischwald gibt es hier eine Fülle an Kleingartenparzellen mit vielen Blüten und vielen anderen Nischen für Insekten. Alte und ehrwürdige Obstbäume, hier und da eine Blumenwiese, blütenreiches Gemüse im Anbau, Nisthilfen aller Orten und das Pflegen von mehreren Bienenvölkern mach dieses große Gelände zu einer Oase für Insekten und viele andere Arten. Bei den Erzählungen von Christin und Jens Baeck spürt man die Lust am Gärtnern und an der Gemeinschaft, die bei so einem Kleingartenverein dazu gehört.

 

Kleingartenverein Schwerin-Nord e.V.

Es stehen einige Gärten leer in der Kleingartenanlage Schwerin-Nord unweit vom Stadtteil Medewege. Doch die fleißigen Gärtnerinnen und Gärtner um Horst Seidel, der uns die Gartenanlage vorstellt, nutzen einige der momentan nicht genutzten Beete für die Einsaat von Blühmischungen. Dies verschafft den Insekten zusätzlichen Nahrungsraum und sieht noch dazu gut aus. Liebevoll werden die Parzellen gepflegt, teilweise noch durch Vereinsmitglieder, die selbst trotz hohen Alters weiterhin aktiv sind. Hinzu kommt die Imkerei, die mit etlichen Bienenvölkern in der Anlage betrieben wird. Alles ins allem ein wirklich schöner Ort für Artenvielfalt bei den Insekten.

 

German Knaack

Ein originelles Insektenreich hat German Knaack geschaffen. Er, der sich auch beruflich beim Eigenbetrieb Städtische Dienstleistungen (SDS) mit Artenvielfalt insbesondere beim Erhalt des städtischen Grüns beschäftigt, hat das Dach eines Hofgebäudes begrünt und damit das Areal seines ohnehin schon sehr blüten- und insektenreichen Gartens im Stadtteil Neumühle noch erweitert. Vom begrünten Dach hat man einen erstaunlichen Weitblick bis nach Lankow und noch drüber hinaus. Die Flora des begrünten Daches wirkt mediterran, weil durch zahlreiche Pflanzen gebildet, die auch trockenere und warme Phasen gut überstehen. Im Frühjahr zeigt sie sich dann in ihrer ganzen Pracht. Noch jetzt im Spätsommer, wo die Blüten weitgehend verschwunden sind, aber die Sonne noch kräftig vom Himmel brennt, duftet der reichlich vorkommende Thymian aromatisch. Mit Wurzelwerk und Tonscherben hat German Knaack noch weitere Nischen für wärmeliebende Insekten eingerichtet. Ein Eldorado für Bienen, Wespen und andere Insekten.

 

Ecolea-Schule

Insektenvielfalt in der Schule. Das ist das Anliegen engagierter Lehrer*innen an der Ecolea-Schule Schwerin. Kateryna Gaydikhovych und Lisa Pauli vom Fachbereich Biologie stellen uns ihr Schulgartenprojekt vor, das eng mit dem sonstigen Unterricht, mit der Schulverpflegung und anderen Aktivitäten der Schülerinnen und Schüler verbunden ist. So finden die Klassen in dem Außengelände nicht nur Anschauungsmaterial für den Biologie-Unterricht, sondern die Pflanzen werden auch in der Schulküche verwendet. Entstanden ist bereits ein sehr schönes Buch über den Garten mit tollen Rezepten. Liebevoll auch die selbstgemachten Schilder aus Keramik, die die Pflanzen auf den Beeten bezeichnen. Insgesamt ein sehr schönes Projekt, das den Erhalt der Artenvielfalt mit Erfahrungslernen verbindet.

 

 

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